Manchmal geschehen Dinge im Leben, mit denen man nicht rechnet, die man nicht erwartet. Umsomehr braucht es dann Zeit, das Geschehen zu verarbeiten, den Schock zu verdauen und wieder in die Zukunft zu schauen und zu planen, wie es weiter gehen soll.
Mein Mann hatte am 13.06.09 auf dem Weg nach Hause zwischen Hof und Bad Marienberg einen schweren Motrorradunfall. Ich wollte gerade mit unseren Kids zu meinem Vater fahren, der an diesem Tag seinen Geburtstag nachfeiern wollte, als ich die Nachricht am Telefon erhielt. Natürlich habe ich mich gleich ins Auto gesetzt und bin zur Unfallstelle gefahren, wo ich zeitlgeich mit dem ADAC Rettungshubschrauber angekommen bin.
Kein schöner Moment, wenn man vom Auto aus sieht, das der an der Unfallstelle landet, besonders nicht, wenn man noch gar nicht weiß was genau überhaupt passiert ist und wie schwer die Verletzungen sind. Als ich an der Unfallstelle ankam wurde mein Mann bereits im Krankenwagen versorgt, so das ich erst mal mit der Polizei gesprochen und näheres über den Unfallhergang erfahren habe.
Als mein Mann dann in den Hubschrauber gebracht wurde, durfte ich erst noch kurz zu ihm. Er war zwar bei Bewusstsein und ich konnte kurz mit ihm sprechen, aber durch die starken Schmerzmittel war er total weggeschossen, aber das ist ja klar. Die Sanitäter teilten mir mit, das mein Mann, so wie es bisher aussieht wohl nur einen Oberschenkelhalsbruch und Schmerzen in der rechten Schulter hätte.
Er wurde dann nach Siegen ins Krankenhaus gebracht und ich bin dann später hin gefahren. Da wurde mir dann das Ausmaß der Verletzungen mitgeteilt. Mein Mann hat sich bei dem Unfall einen komplizierten, offenen Oberschenkelhalsbruch im linken Bein zugezogen. Außerdem waren alle 5 Mittelfußknochen und die Zehen im rechten Fuß zertrümmert, das rechte Schlüsselbein war gebrochen und eine Rippe links im Brustkorb. Außerdem war er noch ganzkörpergeprellt.
Und jeden Tag aufs neue wird mir immer wieder bewusst, wieviel Glück mein Mann bei dem Unfall hatte, denn er hat sich mehrmals überschlagen und ist dann vor einen Baum geknallt.
Leider sind solche Unfalle für ander Biker schon ganz anders ausgegangen.
In den letzen 2 Wochen musste er insgesamt 4 schwere OP´s über sich ergehen lassen, aber nun ist er auf dem Weg der Besserung. Zum Glück ! Und wenn alles weiter so gut läuft, wie bisher kann er vielleicht Ende kommender, oder Anfang nächster Woche erst mal nach Hause.
Da er jetzt die gebrochenen Knochen, die mitlerweile alle mit Drahtgeflecht, Schrauben und Platten wieder zusammengebastelt wurden, eh 8 Wochen icht belasten darf, wird er dann ca. 5 -6 Wochen bei uns bleiben und dann zur Reha müssen. So hoffen wir zumindest, denn die Ärzte haben sich bisher noch nicht genauer dazu geäussert.
Und bis es wsoweit ist, das mein Mann wieder auf eigenen Beinen stehen und laufen kann, ist er voererst auf einen Rollstuhl und vor allem auf unsere Hilfe und Unterstüzung angewiesen. Und egal wie zeitaufwendig und schwer die nächsten Wochen werden, ich bin einfach erstmal nur froh, wenn mein Mann endlich wieder nach Hause kommen darf.
Seit 2 Wochen fahre ich nun täglich nach Siegen ins Krankenhaus und verbringe dort viele, viele Stunden, was auch der Grund dafür ist, warum es hier so still ist im moment. Und sicher wird es die nächsten Wochen auch noch so bleiben.
Ich habe mir zwar vorgenommen zu bloggen, aber die Einträge werden sicher weniger bleiben wie sonst und wohl auch nicht ganz so ausführlich ausfallen wie gewohnt. Trotzdem würde ich mich freuen, wenn ihr mir treu bleibt und weiterhin hier vorbei schaut, denn ich bin optimistisch und denke, das ganz sicher alles wieder gut wird, auch wenn es eine Weile dauert. Und wenn es dann soweit ist, steige ich auch wieder richtig ins Bloggerleben ein.
Und jetzt da ihr wisst, was los ist bei mir, werdet ihr sicher auch Verständnis dafür haben, wenn ich mich mit dem Kommentieren in Euren Blogs zurück halte.