Evil – Jack Ketchum


Beendet: 02.10.09

Seiten: 336 Seiten

Bewertung:

Kurzbeschreibung:

Amerika in den 50er Jahren, eine Kleinstadt, wie man sie sich vorstellt. Alles ist friedlich, jeder kennt jeden, keiner verschließt seine Tür.

Als Meg uns Susan, deren Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, bei den Chandlers einziehen, beginnt das Grauen. Ruth Chandler (alleinerziehend) und deren drei Söhne sind die nächsten Verwandten der beiden Mädchen.

Ruth hat selbst schon 5 Kinder und ist mit noch 2 zusätzlichen Kindern sichtlich überfordert. Susan, die nach dem Unfall auf eine Gehilfe angewiesen ist, und Meg, die bildhübsch ist, werden trotzdem ersteinmal ganz normal in die Familie aufgenommen.

Aber was ist normal? Ist es normal, das Kinder zum Zeitvertreib Schnecken verbrennen, Würmer zwischen Ameisen schmeissen um genüsslich den schmerzhaften Windungen des Tieres während des Todeskampfes zuzuschauen? Ist es normal, dass Eltern ihre Kinder schlagen und misshandeln, bis diese selbst die Gewalt an ihre Spielkameraden weiterreichen? Wo fängt die Spirale der Gewalt an, wo wird die Grenze des „Zivilisierten“, des Menschseins überschritten?

Speziell Meg ist Ruth ein Dorn im Auge. Und allmählich verwandelt sich Argwohn und Abneigung in blanken, irrsinnigen Hass, der offen als Sadismus zu Tage tritt. Ruth sperrt Meg in den Keller, misshandelt das Mädchen, animiert ihre Söhne dazu, es ihr gleich zu tun, Nachbarskinder gesellen sich hinzu, machen mit. Die Dinge eskalieren immer weiter…..

Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhält er jetzt nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit und erscheint nun endlich auch als deutsche Erstausgabe.

Mein Fazit:

Dieses Buch hat mich  schockiert und zu Tränen gerührt.

Eine Geschichte, die genau so im realen Leben passiert ist.

Das Buch macht nicht Spass und leuchtet jegliche Fazetten von purem Schmerz aus. „Ihr wisst, was Schmerz ist?“, so der erste Satz dieser Erzählung. Der ganze Roman befasst sich mit Schmerz: jener, den sich Kinder unabsichtlich beim Spielen zufügen, jener, den lieblose Eltern den Kindern zufügen, jener, den sich Ehepartner gegenseitig zufügen, wenn die Familie nicht mehr Bilderbuchkonform ist, Schmerz aus Masochismus, Schmerz aus Sadismus ……

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Ein Kommentar zu “Evil – Jack Ketchum

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